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Pro Kampen 01|19

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FOKUS 1973 WAS 1973 IN

FOKUS 1973 WAS 1973 IN KAMPEN UND AUF DER INSEL GESCHAH Der Vietnam-Krieg ist vorbei. Die Bundesrepublik wird als 133. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen, Helmut Kohl zum Vorsitzenden der CDU gewählt und in New York das »World Trade Center« eröffnet. Der Maler Pablo Picasso verstirbt und die Erhöhung des Ölpreises durch die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) um saftige 70 Prozent löst eine Krise aus. Und was haben Kampen und der Rest der Insel so alles erlebt? In einer bunten Mischung stellen wir Ereignisse des Jahres 1973 zusammen – passend zur PROKAMPEN No. 73 TEXT: FRANK DEPPE; BILDER: ARCHIV FRANK DEPPE N o 73 | Ein Blick zurück 18 Plastikmüll an den Stränden der Meere ist heutzutage ein brandaktuelles Thema. Doch auch schon früher sorgte Müll für Unmut. Unter der Überschrift »Bestürzung in Kampen« berichtete die Sylter Tageszeitung 1973: »Nach einer großen Strandreinigungsaktion, an der zwölf Angestellte von Gemeinde und Kurverwaltung teilnahmen, stellte man abschließend fest: Noch nie sei der Strand so verschmutzt gewesen wie in diesem Jahr.« 1973 Die Insel der Reichen und Schönen? Diesem Klischee ging die renommierte »ZEIT« nach und schrieb 1973: »Sogar in Kampen und sogar im August gibt es viele, die weder besonders reich noch besonders alt, weder besonders jung noch besonders schön sind, die Volkswagen oder kleine Citroëns fahren und die auch ohne Orgien ganz gut auskommen. Sogar in Kampen gibt es einen Zeltplatz, wo der Mensch für vier Mark übernachten kann. So viel freilich kostet auch ein minderer Drink in der Bar von Karlchen.« »Klenderhof« in Flammen Am 5. August 1973, einem stürmischen Sonntagmorgen, werden die Menschen in Kampen um 8 Uhr jäh aus dem Schlaf gerissen. Draußen gellen die Sirenen. Wie ein Lauffeuer spricht es sich im Dorf herum: Der »Klenderhof« des Zeitungsverlegers Axel Springer steht in Flammen. Den Helfern gelingt es noch, wertvolles Mobiliar und antiquarische Bücher zu bergen. Sturmböen und unzählige Schaulustige erschweren den Einsatz, doch nach zweieinhalb Stunden ist das Feuer unter Kontrolle. Während der Löscharbeiten werden zwei Brandsätze sichergestellt, die Kripo nimmt sofort die Ermittlungen auf. Doch die Täter, die man im Umfeld der aktuellen Anti-Springer-Kampagne vermutet, 1973 werden nie gefunden. Brandstiftung! Im August 1973 steht der »Klenderhof« in hellen Flammen WAS FÜR EIN LOKAL • In den 1920er-Jahren wurde Valeska Gert als »Grotesker Vamp« auf den Bühnen Europas gefeiert, 1950 eröffnete sie in Kampen das bizarrste Lokal, das die Insel bis heute gesehen hat: den »Ziegenstall«. Über ihr facettenreiches Leben schrieb die Künstlerin das Buch »Die Katze von Kampen«, das sie 1973 der Öffentlichkeit vorstellte. »Die Katze von Kampen« entstand auf Anregung des TV-Moderators W. Höfer ILLUSTRATION: ADOBESTOCK_ZEYNURBABAYEV

• Nördlich von Kampen wurde 1973 in herrlicher Dünenlage mit dem Bau des Kindererholungs- und Schullandheims »Haus Vogelkoje« begonnen, das nach zwei Jahren dann fertiggestellt war. Zahllose Klassen und Gruppen haben hier seitdem in den Vier- bis Sechs-Bett-Zimmern, auf der Außenanlage und natürlich am nahen Strand unbeschwerte Ferientage verbracht. Unübersehbar: die Hamburger Wurzeln des »Hauses Vogelkoje« In Westerland beschloss die Stadtvertretung, die untere Hälfte der Friedrichstraße im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 30. September für den Autoverkehr zu sperren. Dies solle »der erste Schritt auf dem Wege zur Verwirklichung einer Fußgängerzone sein«. Zwei Jahre später war es dann soweit, wurde die Einkaufsstraße für den Verkehr fortan komplett gesperrt. 1973 Der untere Teil der Friedrichstraße war ab 1973 für Autos tabu 1955 veräußerte Klara Tiedemann das Haus »Kliffende« und zog nach Stuttgart • 1973 veröffentlichte Klara Tiedemann ihr Buch »Kampener Skizzen«. Sylts erste Prominentenwirtin erinnerte sich darin an besondere Begegnungen mit besonderen Gästen in ihrem Logierhaus »Kliffende«, darunter der Schriftsteller Thomas Mann oder der Maler Emil Nolde. 1979 verstarb Klara Tiedemann im Alter von 88 Jahren. Doch ihre letzte Reise führte sie noch einmal nach Sylt zurück: Hier ruht sie auf dem Keitumer Friedhof. Die Zahl der Sylter Naturschutzgebiete wuchs: Im Februar 1973 wurde das 397 Hektar große Areal der Rantumer Dünenlandschaft – das entspricht einer Größe von mehr als 500 Fußballplätzen – vom Land Schleswig-Holstein unter besonderen Schutz gestellt. Bereits 1923 waren mit der Kampener Nordheide und dem Morsum-Kliff die ersten beiden Sylter Naturschutzgebiete ausgewiesen worden. Die Rantumer Dünenlandschaft steht seit 1973 unter Naturschutz – heute sind es über ein Drittel der Inselfläche N o 73 | Ein Blick zurück 19 € € € € € € – Schnäppchen Preise – € € € € € € Apropos Geld – diese Immobilienpreise waren im Vergleich zu den heutigen Kursen »Peanuts«: Ein Makler offerierte 1973 in Archsum ein reetgedecktes Haus für 180.000 Mark und in Westerland eine Ein- Zimmer-Wohnung für 52.000 Mark. Ein anderes Immobilienbüro veräußerte derweil ein »reetgedecktes Eckhaus mit komfortabler Einrichtung im Prominenten-Wohnsitz Kampen« für 340.000 Mark. Bilderbuch-Sitzung »Eine Gemeinderatssitzung wie im Bilderbuch« schrieb die Presse über die erste Zusammenkunft unter Regie des neuen Bürgermeisters Hans Harald Hansen. »Es gab nur sachliche Diskussionsbeiträge und nur einstimmige Beschlüsse«, berichtete die Zeitung weiter. Begonnen hatte die Sitzung mit einer Gedenkminute an Hansens verstorbenen Vorgänger Bleicke Bleicken, der zwölf Jahre lang in diesem Amt gewirkt hatte. Hans Hansen hatte indes schon 20 Jahre den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters inne, den nun Otto Preuss übernahm. Epilog: 1990 verstarb »Hansche« Hansen im Alter von 81 Jahren. Vier Jahre zuvor waren der geachtete Kommunalpolitiker und seine Ehefrau Christine zu Kampener Ehrenbürgern ernannt worden. Zu Harald Hansens Ehren wurde in Kampen eine Straße nach ihm benannt

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