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pro KAMPEN 03|18

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Altona - Westerland in 2

Altona - Westerland in 2 Stunden 18 FOKUS 1971 WAS 1971 IN KAMPEN UND AUF DER INSEL GESCHAH In der DDR musste der Erste Sekretär Walter Ulbricht 1971 seinen Stuhl für den aufstrebenden Erich Honecker freimachen. In Ägypten wurde der Assuan-Staudamm nach elfjähriger Bauzeit eingeweiht. In Großbritannien erhielt Schriftstellerin Agatha Christie von Königin Elisabeth den Ritterschlag. Und was haben Kampen und der Rest der Insel so alles erlebt? In einer bunten Mischung stellen wir Ereignisse des Jahres 1971 zusammen – passend zur PROKAMPEN Ausgabe No. 71! TEXT: FRANK DEPPE; BILDER: ARCHIV FRANK DEPPE N o 71 | Ein Blick zurück 22 Hohe Ehre für den Kampener Bildhauer Anatol Buchholtz: Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurde er 1971 zum Präsidenten des Bundesverbandes Bildender Künstler gewählt, dem 8.000 Künstler angehörten. »Unsere Verbandsarbeit muss künftig verstärkt auf das neue Selbstverständnis des Künstlers in der Gesellschaft ausgerichtet sein«, betonte der neue Präsident. EROTIK MIT ULK Zugegeben, er war nicht eben oscarverdächtig, lockte gleichwohl viele Zuschauer in Deutschlands Filmtheater: 1971 feierte der seichte Soft-Erotikstreifen »Sonne, Sylt und kesse Krabben« Premiere. Die dünne Handlung – zwei Blondinen erkunden die Nacktbadestrände und Nachtclubs der Insel – verdient weniger Erwähnung als eine der beiden Protagonistinnen, die später als Ulknudel der Nation im Fernsehen Bekanntheit erlangt: Ingrid Steeger. EIN PARADIES In den Tinnumer Wiesen ist die Welt zu Gast. Sie kommen aus Vietnam und aus Afrika, aus Grönland und aus Südamerika, aus der Tundra und der Mongolei. Eine große Familie von rund 300 Tieren lebt hier auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern friedlich beieinander – ein kleines Paradies. 1971 hatten Martha und Andreas Christiansen den Privatzoo angelegt – zunächst lediglich mit ein paar Rehen, Füchsen und anderen heimischen Tieren. 1971 Eine Stele des »Kampener Kunstpfads« erinnert an Paul Weymar, der im Oktober 1971 in seiner Wahlheimat Kampen verstarb. Der Schriftsteller, der unter anderem durch eine 800 Seiten starke Biografie über den Bundeskanzler Konrad Adenauer bekannt wurde, hatte 1936 Nanny Dreßler, die Wirtin des Kampener Gasthofs »Zum Roten Kliff« geheiratet und blieb hier sesshaft. »Sylt wurde für meinen Vater zu einem Spannungsfeld zwischen Himmel und Erde, in dem er Sinngebung und Heimat fand und persönliche Zuversicht schöpfte«, formulierte es sein Sohn später. Prominenter Besuch … • findet sich im Sommer 1971 in der Kampener Vogelkoje ein: Bundeskanzler Willy Brandt verbringt einen dreiwöchigen Urlaub auf der Insel und besichtigt die grüne Oase. Doch hinter dem Dickicht rumort es: Der Kanzler erhält Post von dem Naturschutz-Beauftragten der Bundesregierung, dem populären Tierfilmer Professor Bernhard Grzimek. »Ich bin der Meinung, dass auf der Insel Sylt mit Riesenschritten eine Entwicklung fortschreitet, die nicht in unser Zeitalter passt«, warnte Grzimek. Brandt antwortete nach dem Urlaub postwendend: »Auch wenn ich mich nicht in die zum Teil harten Auseinandersetzungen über den Naturschutz auf der Insel einmischen wollte, so habe ich mich doch über die Probleme informieren lassen.« Werbeanzeige zur Eröffnung der Bar »Karlchen« Liberal – niemals dogmatisch! Er war fraglos einer der legendärsten Barkeeper Kampens: 1971 eröffnete Karl Rosenzweig in der Kurhausstraße auf 45 Quadratmetern seine eigene Bar »Karlchen«, als Begrüßungsgeschenk erhielt jeder Gast eine Schottenmütze. Die Bar avancierte schnell zum Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle, Wirtschaftsmagnaten und den Jetset. Der Gastgeber mixte Cocktails für die Verleger Rudolf Augstein und Axel Springer, den Sänger Udo Lindenberg, für den Showmaster Rudi Carrell und den Entertainer Harald Juhnke. Ein Freund erinnerte sich nach dem Ableben des charismatischen Mannes: »Karlchen mischte die Drinks und hatte zugleich sein Ohr bei allen Gesprächen an der Bar, warf hier und dort ein Wort mit ein, äußerte sich dabei sehr klar; nie hielt er mit seiner liberalen Meinung hinterm Berg, ohne dogmatisch zu sein. Natürlich gab es auch viel Klatsch, aber Karlchen gab sich immer diskret.« »Wetten, dass …« ein von einer Dampflok gezogener Zug im Jahre 1971 viel schneller von Sylt nach Hamburg fuhr als heutzutage ein »Intercity«? Das ist kein Scherz, wie ein Blick in das damalige Kursbuch zeigt: Abfahrt in Westerland war um 6.21 Uhr, Ankunft in Hamburg-Altona um 8.39 Uhr. Zum Vergleich: Heute fährt ein »Intercity« um 9.26 Uhr ab Westerland und erreicht Altona um 12.51 Uhr. Macht eine satte Differenz von einer Stunde und sieben Minuten. Zugutehalten kann man da lediglich, dass es damals nur in Niebüll und Husum Zwischenstopps gab. Seit 1971 darf sich Kampen mit dem offiziellen Prädikat »Nordseebad« schmücken, das vom Land Schleswig- Holstein verliehen wird. Zu den Vorbedingungen zählten seinerzeit unter anderem »Gepflegter und überwachter Badestrand«, »Luftqualität« sowie »Touristische Infrastruktur und Freizeitangebote«. Die »Sturmhaube«, die bald grundlegend saniert wird, ist nicht nur eines der markantesten Gebäude Kampens, sondern schrieb sogar ein kleines Stück Geschichte: 1971 lud der Industrielle Berthold Beitz den damaligen Kanzler Willy Brandt und den sowjetischen Sportminister zu einem Essen in die »Sturmhaube« ein. In dem vertraulichen Gespräch konnte ein möglicher Boykott der Ostblock- Staaten gegen die bevorstehenden Olympischen Spiele abgewendet werden. Kampen erklärt sich selbst Kampen ist und war immer eine Story wert. Die »ZEIT« konstatierte 1971: »Man trifft sich auf Sylt. Nach Westerland gehen die Pauschaltouristen, Familien nach Wenningstedt, Sparsame nach Hörnum. Und Kampen? Inselwerbechef Peter Schnittgard: ›Kampen braucht nicht erklärt zu werden.‹« N o 71 | Ein Blick zurück 23

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