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Pro Kampen 04|18

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AUF DEM HOLZWEG NEUES

AUF DEM HOLZWEG NEUES VON STEGEN, BUHNEN UND BÄNKEN FOTOS: RALF MEYER Raus aus dem Alltag, rauf auf die Insel. N o 72 | Holzwege und Buhnen 26 Stege Ob die Wege und Stege durch die Sylter Naturschutzgebiete oder die hübschen Brücken wie beispielsweise die am Munkmarscher Watt: Peer Knuth kennt sie alle. Der gebürtige Sylter ist Verbandstechniker beim Landschaftszweckverband (LZV*) und sorgt zusammen mit seinem Team unter anderem dafür, dass neue Wander-, Rad- und Reitwege in sensibler Lage gebaut und alte repariert oder bei Bedarf auch zurückgebaut werden können. Ein oftmals aufwändiges Unterfangen, das reichlich Geduld erfordert. Besonders freut er sich – und mit ihm alle Spaziergänger – über den neuen 300 Meter langen Holzweg auf dem Kampener Kliff. Die Unterlagen für den Neubau des Holzweges konnte Peer Knuth jetzt vorerst wegpacken. Sein Hauptaugenmerk gilt inzwischen den Plänen zur Erneuerung der Stegkonstruktion an der Wenningstedter Berthin-Bleeg-Straße. Bis Anträge und Pläne für den Neuoder Umbau von Wegen entlang der Sylter West- und Ostküste und durch die Naturschutzgebiete bewilligt werden können, vergehen immer viele Monate, manchmal sogar Jahre. »Im Falle des neuen Kampener Stegs heißt es wohl: Was lange währt, wird endlich gut und was zählt, ist das Ergebnis.« Nicht nur für Fotografen ein Traum: die Lärchenholzstege durch schönste Natur »Es macht uns total Spaß etwas zu bewegen. Und wir wissen ja, wie das mit den Genehmigungsverfahren und Förderanträgen so läuft. Da sind oft Landes-Institutionen, manchmal auch Behörden vom Bund, die da involviert sind. Das dauert«, berichtet Peer Knuth. Den Antrag auf einen Weg über das so empfindliche Rote Kliff hinter der Uwe Düne bis hin zum Strandübergang Campingplatz hatte die Gemeinde Kampen gestellt. »Es ist eine wichtige Maßnahme zur Besucherlenkung, denn der Weg ist nicht nur im Ergebnis schön, sondern auch wichtig dafür, dass die Spaziergänger nicht kreuz und quer über das Kliff laufen«, berichtet Knuth. Der LZV befürwortete die Maßnahme, das Land übernahm 50 Prozent der Baukosten und nachdem alle Genehmigungen der relevanten Naturschutzbehörden vorlagen, konnte es losgehen. »Die Bauhöfe und Strandbewirtschaftungs- Teams der Gemeinde unterstützen bei allen Maßnahmen und halten alles prächtig instand. Die Zusammenarbeit ist großartig.« »Aber größere Baumaßnahmen, wie jetzt der Kampener Steg, werden von Fremdfirmen ausgeführt – das kann keiner nebenbei leisten«, beschreibt Knuth das Procedere. Der favorisierte Baustoff für Wege im Naturschutzgebiet auf Sylt ist übrigens Lehmkies. Wenn der Untergrund allerdings zu empfindlich oder zu sandig ist, setzt man auf Stege aus Lärchenholz, weil es Wind, Salz und Wasser am besten standhält. Wann kommen die Buhnen denn nun weg? Buhnen Hundert Jahre lang galten Buhnen als das richtige Mittel, um den Sylter Weststrand vor dem Meer zu schützen. Zwischen 1867 und 1968 wurden die Pfahlreihen aus Holz, Beton und Stahl in verschiedenen Größen und Formen ins Meer gebaut. Bis zu sieben Meter tief in den Sand gerammt, sollten sie den Sandabtrag bremsen, indem sie die Strömung von der Küste weg in Richtung Meer verlagern. Doch kaum war die letzte Buhne gebaut, stellte man fest, dass sie keinen Nutzen für den Küstenschutz haben. Wohl aber für die Möwen als Rastplatz, für Muscheln und anderes Getier als Lebensraum, für Fotografen als abstrakter Kontrapunkt zu Meer und Strand und auch die wohl berühmteste Strandbar der Insel ist nach ihnen benannt. So könnte man sie vielleicht einfach stehen lassen als Relikt menschlicher Irrung. Doch die 81 Sylter Stahl- und Betonbuhnenreste sowie die 160 Pfahlreihen aus Holz besitzen ein großes Gefahrenpotenzial für Wassersportler und Schwimmer, die übelsten Ecken und Kanten, herausragende Stahlspitzen müssen regelmäßig entschärft werden. Um es kurz zu machen: Die Dinger müssen weg. Und zwar so schnell wie möglich. Zuerst die Reste aus Beton und Stahl. Die Holzbuhnen entsorgen sich am Ende selbst. Das Entfernen kostet um die 20.000 Euro pro Buhne, denn sie sind richtig gut im Meeresboden verankert. Höchstwahrscheinlich wird das Entfernen im Rahmen der Sandvorspülungen geschehen, denn nur diese Firmen verfügen über das nötige Know-how. Der Plan, nach dem die Buhnen gezogen werden sollen, steht schon lange. Für die Finanzierung wurde auf unterschiedlichsten Wegen gesammelt und gespendet. Beim LZV ist alles bereit und man erwartet sehnsüchtig das noch ausstehende »Go« von einer Bundesinstanz. »Es ist durchaus realistisch, dass die Entfernung der Buhnen 2019 oder 2020 wirklich losgehen kann«, berichtet Peer Knuth. › *WAS IST EIGENTLICH … der Landschaftszweckverband oder LZV? Der Landschaftszweckverband Sylt (LZV) wird von allen Sylter Gemeinden getragen – inhaltlich wie wirtschaftlich. Gemeinsam tagt man etliche Male im Jahr, um neue Projekte auf den Weg zu bringen. Der Aufgabenbereich des LZV umfasst den Bau der Wege durch die Natur, der Schutz der Küsten, der Natur und der Umwelt auf der Insel Sylt. Im Küsten-und Uferschutz gehören dazu u.a. Maßnahmen wie Deckwerke, Lahnungen, Buschkisten und Halmpflanzungen sowie die Begleitung der Sandvorspülungen. Der LZV ist örtlich beim Sylter Amt für Umwelt, Landschaft und Küste angedockt. Zum Team gehören fünf Mitarbeiter. Mit dem Sylt Shuttle schnell und entspannt reisen. Vertrauen Sie auf unsere jahrzehn telange Erfahrung. Wir bieten Ihnen die höchste Stellplatzkapazität und eine garantierte Vorwärtsbeförderung auf unseren Doppel stockeinheiten. Mit 14.000 Fahrten im Jahr sind wir für Sie von frühmorgens bis spät abends ein zuverlässiger, sicherer und schneller Dienstleister. Wir freuen uns auf Sie! Mehr Infos unter bahn.de/syltshuttle 14.000 Fahrten im Jahr. Der Sylt Shuttle.

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