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Pro Kampen 1-2016

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Ein Stück Kampen für Zuhause. Die schönsten Seiten von Kampen präsentiert vier Mal jährlich PRO KAMPEN, herausgegeben vom Tourismus-Service. Mit News, Reportagen und vielen Infos aus Deutschlands bekanntestem Dorf. Als Heilmittel gegen Heimweh nach der Nordsee, als Appetitanreger vor dem Urlaub, als Entertainer und Informant vor Ort, als Nachlese der schönsten Wochen des Jahres.

N o 61 | Essay 08 Und

N o 61 | Essay 08 Und endlich – das Quermarkenfeuer. Feuerchen. Ich lasse alle Fenster runterfahren und atme ganz tief. Es zieht mächtig und ich bin genauso froh. Hallo, Luft! Treue Freundin. Nie bist du weggezogen von der Insel. Ich bin ein bisschen süchtig. Wird auch immer schlimmer, je länger Großstadt, je mehr Flugzeug-Termine, desto Junkie. Weihnachten hatte ich ordentlich auf Vorrat geatmet. Aber das war eine Illusion. Der Knauf der Gartenpforte lässt sich nicht drehen, hat sich verkantet, das Glück will erobert werden, offenbar. Dabei brauche ich keine Ermahnung, weiß ich doch ganz genau, dass mein Kampen keine Selbstverständlichkeit ist. Grad jetzt wieder. Die Welt ist in Unruhe und wir sind es auch, müssen uns unseren Gewissheiten stellen. Das ist in Ordnung, andere Generationen haben ganz anderes erlebt. Auch Sylt ist keine Insel der Seligen, es gibt Sorgen, Not, Ängste. Und trotzdem: Die Dimensionen relativieren sich. Vielleicht weil der Himmel so weit ist, man als Mensch auf der Düne beim Blick aufs Meer gleich wieder klein ist, die Natur so präsent ist, dass man sich instinktiv als Teil einer höheren Ordnung einfügt. So wie es sich anfühlt, wenn in der Kirche alle gemeinsam singen. Und man ohne Hemmung mittut, auch wenn die Tonlage völlig schief ist. Zugleich ist der Ort überschaubar, man geht nicht verloren. Am Sonntagmorgen war ich früh wach, instinktiv: Der Himmel lud zur großen Vorstellung, der Tag hob sich gemächlich aus dem Watt wie ich aus der Daune, schminkte sich ausführlich. Manchmal reicht gucken nicht, man muss stieren, um alles aufzunehmen. Ich wollte viel schaffen, hatte ich mir vorgenommen. In Ruhe an einem Projekt arbeiten. Eine blöde Idee. »Los, raus!«, rief der Tag. Erstmal nach Hörnum, man hört so viel Beunruhigendes von der Odde. Man könnte meinen, sie wär schon weg. Kennen wir Kampener ja. Ignorieren lässt sich der Landverlust gleichwohl nicht. Ich laufe einmal die Runde um die Südspitze, dauert zum Glück noch länger als 5 Minuten. Als ich zurückfahre durch »die Wiesen«, kommt das Licht, Dach und Mütze auf. Ich kann nicht anders. Albern, am frühen Wintermorgen? Ach was! Ich überlege, zum Gottesdienst in der Norddörfer Kirche zu gehen, wähle aber doch den Strand. Wer weiß, wie lange das Wetter hält. Und ist ja auch eine Art Gottesdienst... runter ans Wasser, bin immer noch beeindruckt von dem neuen Toilettenbunker am Weg vom großen Parkplatz. Ist nicht viel los. Noch. Ein Surfer packt sein Equipment aus, paddelt hinaus. Ich würd auch gern in die Wellen hopsen – aber dafür reicht der Wahn dann doch nicht. Also nur Mund auf. Manche denken vielleicht, ich würde so staunen. Doch ich frühstücke Jodluft. (Keine Sorge, ich esse auch alles andere. Besonders auf Sylt.) Die Zeit und ich verdödeln uns. Wird aber Zeit durch Kampen zu laufen, die Baustellen sondieren, es geht ja erstaunlicherweise immer weiter und zum Glück nicht immer in identischer Architektur. Auch Ordnung verträgt Individualität. Alles so gepflegt hier. Spießig? Bestimmt. Aber wer definiert, dass das was Schlechtes ist? Man kommt zur Ruhe, egal was ist. Sicherheitshalber rufe ich einmal laut danke in den Himmel. Die Lieblingsbaustelle ist am Ende vom Hobookenweg, Dommermuths bauen das alte Springerhaus um, es wird zusammengehalten von einer mächtigen Spange und hängt quasi in der Luft – man darf hier nur im Keller anbauen. Das Loch dafür endet wahrscheinlich in Australien. Imposant. Im Strönwai wird der Platz gegenüber vom Gogärtchen neu gemacht. Louis Vuitton hat sein Geschäft aufgegeben, Bombenumsatz pro Quadratmeter, aber zu klein für die globale Strategie. Schön blöd, möchte man hinterherrufen, aber dafür hat Michael Meyer jetzt Platz für seinen schicken Conceptstore, in den er den bisherigen Tods Laden integriert hat. Mit dem Geschäft von Iris von Arnim schräg gegenüber ist das ein schönes Kreditkarten-Bermudadreieck. Natürlich gehört auch Konsum zu Kampen. Was sollte daran verwerflich sein. Man kann hier alles sein. Spaziergänger, Schläfer, Atmer, Ausruher, Tänzer, Partymacher, Shopper, Urlauber, Kurgast. Selbst Nöler findet man. Ungern, allerdings. All das geht auch anderswo, bestimmt. Und trotzdem ist Kampen der kleine Punkt in der großen Welt, auf den ich stets zuzoome wie die Lupe bei Google Earth. Es gibt viele objektive Argumente dafür, allein das Gefühl von Freiheit, das sich mir als Kind eingebrannt hat, das sich vererbt hat an unsere Kinder, das gerade wächst bei den Enkeln, und diese instinktive Liebe zum Meer, die Heide, der Strand, das norddeutsche Moin-Wesen, die Traditionen, die Übersichtlichkeit, die Idylle, die es immer noch sein kann. Eigentlich muss das ja mal langweilig werden. Nein. Wird es immer weniger. Unter den Kiefern im Garten entdecke ich die ersten Narzissen. 12 Zentimeter hoch schon. Jungs, es ist Anfang Februar! Aber wie gut, euch zu sehen. Sylt weckt Sehnsucht, wenn man schwach ist, weckt Sehnsucht, wenn man stark ist. Ich steh wieder auf dem Zug. Falsche Richtung. Aber ich bin wieder sicher, dass die Vorstellung, Kampen wär’ ein ganz besonderer Ort, keine fixe Idee ist. Zum Glück liegt Ostern früh dieses Jahr.

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