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Pro Kampen 3-2015

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DORFSPAZIERGANG … mit

DORFSPAZIERGANG … mit Inga Griese KAMPENER ZEIGEN IHRE LIEBLINGSPLÄTZE UND VERRATEN AUF DEM WEG SO EINIGES ÜBER SICH GEQUENGELT wird nicht … D er Leihfahrrad-Typ mit dem blauen Transporter und der zünftig bayrischen Mundart hat sich völlig verfranst. Im Büürlön, dem verwinkelten Sträßchen am Nordzipfel von Kampen, steht er vor seinem Mobil und verströmt Verzweiflung zweiten Grades. Wie gut, dass Inga Griese soeben aus ihrer Gartenpforte spaziert und ihm mit Pfadfinderhaltung entgegentritt. Empathische Problemerfassung, präzise Lösung, ein fröhliches Moin für den Weg. Der Fahrer weiß weiter und wird sich garantiert noch den ganzen Tag an die norddeutsch-verbindliche Begegnung erinnern. Ihre Freude an der Vielfalt des menschlichen Daseins zieht sich bei Inga Griese wie ein roter Faden durch die 58 Jahre ihres Lebens und beschränkt sich keineswegs auf illustre Interview-Partner. Ihre Neugier auf die Welt ist ungebremst. Gleichzeitig verströmt sie die Dankbarkeit einer Frau, die viel Schönes umgibt. Beruflich wie privat. Inga Griese lebt volle Pulle. Sogar in den Ferien. »Ich habe eben auch viel Glück gehabt, dass ich so leben darf und dazu noch mit so viel Energie und Kraft ausgestattet bin.« TEXT UND FOTOS: IMKE WEIN Teint-freundlicher Sprühregen fällt auf unserem Spaziergangs-Rendezvous ununterbrochen aus dem verhangenen Himmel. Gequengelt wird indes nicht. »Es ist doch ein Privileg, diese unglaubliche Luft, die Natur, aber vor allem die Luft. Ich liebe Sylt vielleicht noch ein Fünkchen mehr bei so einem Wetter. Kein Spruch«, versichert Inga Griese auf dem Weg den Büürlön runter Richtung Hauptstraße. Ihre Kampen-Verwurzelung reicht tief. Mit ihren Eltern und vier Geschwistern verbrachte sie die Sommer ihrer Kindheit in einer klitzekleinen Wohnung im Krooghoger Wai. Sie kennt auf unse- DIE ROUTE: Vom Watt durch die Heide zum Quermarkenfeuer und wieder zurück über die ehemalige Inselbahntrasse. DAUER 90 in Minuten wenn die Damen nicht so viel zu besprechen gehabt hätten: 30 Minuten LÄNGE 3DER STRECKE in km knapp

meet nice people … H O T E L ILLUSTRATION: ©ISTOCK.COM / DIDECS, FOTOS DORFSPAZIERGANG-KEYVISUAL: ©THINKSTOCK Inga Griese war schon als Kind immer auf Sylt: »Erlebnisse in der Natur und die Freiheit machten uns stark fürs Leben.« rem Gehweg jeden aktuellen Pfad und jede frühere Wegführung. »Morgens um 9 Uhr wurden wir rausgeworfen, abends wieder eingesammelt — dazwischen lagen unendlich viel Freiheit und Erlebnisse in der Natur, die stark machten für das Leben.« Ihr Vater — ein norddeutscher Spirituosenfabrikant in dritter Generation — und die Frau Mama, eine passionierte, hoch gebildete Malerin, legten viel Wert darauf, dass die Kinderschar gleichsam Bescheidenheit übte, fleißig war, aber auch die Kunst verstand, sich auf dem gesellschaftlichen Parkett sicher zu bewegen. Eine gesunde Mischung. Jeden Sommer verbrachte die Familie sechs Wochen in Kampen. »Vor kurzem traf ich einen Mann, der zu der Clique gehörte, die wir am Strand jeden Sommer wieder trafen. Er begrüßte mich mit den Worten: ›Ach, da ist ja ein Mädchen aus der Negerfamilie.‹ « Amüsiert klärt die gebürtige Kielerin auf: Es habe ja in den 60er- und 70er-Jahren noch zum guten Ton gehört, möglichst braun aus den Ferien zu kommen. Und ihre gesamte Familie habe nach sechs Wochen Strandleben eben auf der Bräune-Skala die womöglich dunkelste Farbnuance aufgewiesen. Rustikal und unprätentiös mag die Journalistin bis heute ihre Sylt-Aufenthalte. Das wird offenbar, als wir noch vor dem feucht-frischen Spaziergang einen Morgenkaffee in ihrer zauberhaften Küche zu uns nehmen. Nacheinander schneien alle zur Zeit im Haus anwesenden Familienmitglieder herein, Ehemann Peter Schwenkow, Tochter Nini, der Schwiegersohn — vor der Tür auf der Terrasse steht das jüngste Enkelkind: Wilma, vier Wochen alt, sie murkelt in ihrem Kinderwagen. In einer Woche ist Taufe bei Pastor Chinnow in der Wenningstedter Friesenkapelle. Da werden dann wohl noch ein paar mehr der fünf Kinder des Schwenkow-Griese-Clans das schöne Haus bevölkern. »Wir sind alle wirklich gerne zusammen. Es ist mein größter Stolz, dass bei uns das Patchworkprinzip aufgegangen ist«, sagt Inga Griese auf dem Weg Richtung Quermarkenfeuer, über die mit Abstand größte Priorität in ihrem Leben. Entspannt, herzlich, unaufgeregt ist die Grundstimmung der Familie — und das bei dem Pensum, das alle Mitglieder absolvieren. »Ich hoffe, ich konnte allen dieses Grundvertrauen in das Leben vermitteln, N o 59 | Dorfspaziergang 29 Hotel Village Peter M. & Minka Stütz Alte Dorfstraße 7 25999 Kampen (Sylt) Tel. 04651-469 70 www.village-kampen.de

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